Haftung – Mit Mandantenrundschreiben erfüllt der Berater nicht seine Beratungspflicht

Noch immer glauben Steuerberater an die Beratungswirkung von Mandantenrundschreiben. Der Steuerberater hat mit der Versendung von Mandantenschreiben aber seine Hinweispflicht nicht ausreichend erfüllt. Er schuldete eine konkrete, auf die speziellen Probleme des Steuerpflichtigen bezogene Belehrung. Allgemeine Ausführungen – wie in Mandantenschreiben – können konkrete Hinweise nicht ersetzen. Das entschied der BGH (11.5.95, IX ZR 130/90)…

Wann greift das Haftungsprivileg für eine (PartGmbB)?

Nach der Haftungsprivilegierung gemäß § 8 Abs. 4 PartGG kann bei einer Partnerschaft mit beschränkter Berufshaftung die Haftung aus Schäden wegen fehlerhafter Berufsausübung auf das Gesellschaftsvermögen beschräntk sein. Doch ab welchem Zeitpunkt greift die Haftungsbeschränkung bei Umwandlung einer Gesellschaft in eine PartGmbB? Nach Auffassung des LG Bielefeld (27.6.19, 19 O 29/18) ist für das Eingreifen…

Leistungserfassung – aber bitte richtig!

Immer wieder erleiden Steuerberater im Rahmen von Gebührenklagen Schiffbruch mit der Leistungserfassung, insbesondere, wenn es um die Abrechnung von Zeitgebühren geht. Dabei liegen die Fehler im Wesentlichen in zwei Bereichen: Angemessenheit des angesetzten Stundenaufwands für die aufgeführten Aufwandspositionen und Abrechenbarkeit nach den Vorschriften der StBVV. Diesbezüglich ist das Urteil des AG Borken (11.7.17, 12 C…

Einzelaspekte von Gebührenstreitigkeiten

Das Urteil des AG Dortmund (19.12.18, 420 C 5827/12) enthält lesenswerte Ausführungen zu Einzelfragen die immer wieder bei Honorarstreitigkeiten hochkochen, so etwa wenn der Mandant den Gegenstandswert bestreitet oder die Angemessenheit der Buchführungsgebühr.

QM ist kein Hexenwerk

Qualitätsmanagement (QM) ist in vielen Köpfen negativ besetzt. Damit wollen wir aufräumen, denn das ist Quatsch! Ziel des QMS ist es, die Prozesse im eigenen Unternehmen zu beherrschen und es zukunftssicher aufzustellen. Deswegen ist QM ein, wenn nicht das Thema für Steuerkanzleien.

Bestimmung der angemessenen Versicherungssumme

Angemessen ist die Versicherungssumme dann, wenn im Schadensfall ausreichend Deckung besteht, d.h. die mit dem Versicherer zu vereinbarende Höhe der Versicherungssumme muss sich am betragsmäßig höchsten Risiko der jeweiligen Praxis orientieren, wobei es nicht auf das höchste berechnete Honorar ankommt, sondern insbesondere auf die Mandanten mit der höchsten Steuerlast (Jung, Gedanken eines Steuerberaters zur Höhe…

Die Verfahrensdokumentation ‒ notwendiges Übel oder Chance für ein neues Geschäftsfeld?

Viele Steuerberater werden sich die Frage stellen, was kommt noch alles auf uns zu? Umfang und Komplexität der bisherigen Steuergesetzgebung beanspruchen den Berater und seine Mitarbeiter bereits jetzt. Hat ein Steuerberater die Zeit, sich in Prozesse einzuarbeiten und die notwendigen Kenntnisse, Prozesse, abgebildet in der Informationstechnologie (IT) zu beschreiben und zu dokumentieren?

Widerspruchsverfahren bei Kurzarbeitergeld und Corona-Überbrückungshilfe

Aktuell rollt die nächste Welle der Anträge auf Überbrückungshilfe und auf Kurzarbeitergeld über die Berater hinweg. Aber auch mit den Nachwirkungen der ersten Wellen aus dem Frühjahr und dem Sommer haben die Berater noch zu kämpfen. Zum einen muss teilweise gegen die Bescheide Widerspruch eingelegt werden. Zum anderen sind bereits die ersten Haftungsfälle für die…

Die proStB-Seminare 2021 stehen!

Ob es um Honorargestaltung, Gestaltung und Optimierung von Kanzleiprozssen oder um Fragen der Mitarbeiterführung geht – 2021 ist eigentlich für jeden Kanzleiinhaber ein Thema dabei. Da die Teilnehmerzahlen begrenzt sind, empfiehlt sich eine zeitnahe Anmeldung, um einen der begrenzten Plätze sicher zu reservieren.

Steuerberaterhaftung – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Unlängst ist eine Entscheidung des OLG Braunschweig bekannt geworden zur Haftung des aktuellen Beraters für Fehler des Vorberaters. Die knappe Botschaft: Wer als Folgeberater Wertansätze des Vorberaters übernimmt, obwohl eine Prüfung und Berichtigung noch möglich gewesen wären, haftet für einen möglicherweise hieraus entstehenden Schaden.

Tipp: Prozessoptimierung am Flaschenhals bringt nichts

Die Qualität der Steuerberatung hat viel mit den Kanzleiprozessen zu tun. Alle in der Kanzlei sollten sich dessen bewusst sein und zu besseren Prozessen beitragen. Doch die besten Prozesse nutzen nichts, wenn die Arbeitsergebnisse am Schluss durch den Flaschenhals der Kanzleileitung müssen.

Tipp: Nutzen Sie die Auftragssteuerung Ihrer Kanzlei-Software!

Es kommt gar nicht so selten vor, dass Kanzleien Probleme mit der Auftragssteuerung haben. Oft ist daher nicht bekannt, welchen Bearbeitungsstand ein einzelner Auftrag hat, oder welcher Mitarbeiter gerade an welchem Auftrag sitzt. Statt die Möglichkeiten der Kanzlei-Software auszunutzen, werden redundanterweise Excel-Listen “gestrickt”, um irgendwie festzuhalten, welche Aufträge in Bearbeitung sind bzw. anstehen.

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